Wie blöd ist Suicide Squad?

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Eine Flop 8 der Verfehlungen von Suicide Squad.

Eigentlich ist dieses kleine Stückchen Internet meine lauschige Insel der Positivität in einem Meer zynischer Internet-Kritiker. Ich schreibe hier über Dinge, die ich mag, um sie für mich genauer zu betrachten und anderen Menschen näher zu bringen. Dabei nehme ich auch gern mal Comic-Filme auseinander, die von Fans und Presse heftig umstritten wurden. Ich war vollständig bereit, mich auf Suicide Squad einzulassen. Leider entpuppte sich der Streifen relativ rasch als der unter Kritikern beschriebene Müllbrand. Ich denke aber, dass wir einiges aus den Fehlern von Suicide Squad lernen können. Hier also meine ganz persönliche Top-8-Liste:

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Preacher

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Ketzerischer Gothic-Western von Sam Catlin, Evan Goldberg & Seth Rogen.

Die Preacher-Comics von Garth Ennis und Steve Dillon (1995-2000) sind emblematisch sowohl für das Lebenswerk von Garth Ennis als auch für DCs Vertigo-Imprint: Die Inhalte sind anarchistisch, bitterböse und grenzüberschreitend, zeichnen sich aber auch durch ihren schwarzen Humor und eine filterlose Erkundung menschlicher Abgründe aus. Man möchte meinen, dass bei der Übersetzung zu einer Fernsehserie eine Menge geschnitten und zensiert werden muss, aber Pustekuchen: Die TV-Adaption ist genau so blutig und abgefuckt wie die seinerzeit schon hart umstrittene Vorlage – ein abgedrehter Höllentrip, aber wirklich nix für zartbesaitete oder gottesfürchtige Naturen.

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Mr. Robot

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Psychothriller (mit Hackern drin) von Sam Esmail.

Aus dem bodenlosen Fass voller Serien, die deine Freunde oder Internet-Communities dir empfehlen, für die du dir aber wegen des nicht besonders vielversprechend klingenden Klappentextes keine Zeit genommen hast, kommt auch Mr. Robot gekrochen – kein niedlicher Spielzeug-Roboter, sondern ein zeitkritischer Thriller über einen emotional verarmten und geistig zerrissenen Superhacker. Und so belanglos dieser Klappentext auch klingen mag, vielleicht solltest du Mr. Robot aufgrund seines packenden Arsenals an filmischen und erzählerischen Kniffen doch eine Chance in deinem Abendprogramm geben. Aber was habe ich dir schon zu sagen? Schließlich habe ich dich nur erfunden. Ich habe dich erfunden, um gegen das unbequeme Gefühl anzukämpfen, dass meine hastig getippten Produktrezensionen (wie wir beide wissen, lediglich hohle Akte der Selbstdarstellung) nicht einfach bedeutungslos in der Fülle aus Signalen in den sozialen Netzwerken untergehen. Lass uns also so tun, als ob. Mir zuliebe.

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Mad Max: Fury Road

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Endzeit-Chronik von George Miller.

Der im vergangenen Jahr erschienene Mad Max: Fury Road ist einer der seltenen Fälle, in denen der Schöpfer eines Genres nach Jahrzehnten ein Sequel dreht, welches nicht nur besagtes Genre neu definiert, sondern eben mal so auch die Originale in den Schatten stellt. Dabei war es nicht die simple Story oder die halsbrecherische Action, sondern vor allem das vor Kreativität und Detailverliebtheit nur so strotzende Welten- und Produktionsdesign, welches die Anerkennung des Publikums und die Würdigung durch zahlreiche Oscars sicherte. Autor und Regisseur George Miller hat über viele Jahre hinweg Ideen, Konzeptzeichnungen und Hintergrundgeschichten gesammelt, die nur am Rande oder in kurzen Andeutungen im finalen Film auftauchen – das Ergebnis ist eine postapokalyptische Märchenwelt, die sich bewohnt und real anfühlt, mit eigener Kultur und Geschichte. Die Figuren sind Produkte dieser Welt, gezeichnet und geformt durch sie. Da durch die Reduktion dieser Welt auf eine Laufzeit von zwei Stunden zwangsläufig eine Menge Material in den Konzeptbüchern blieb, entschloss sich George Miller, die Hintergrundgeschichten in einer Reihe von Comic-Kurzgeschichten zu erzählen.

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