Star Wars: Rogue One

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Sternenkriegsfilm von Gareth Edwards.

Als die Star Wars-Lizenz von Disney geangelt wurde, zitterte das Nerd-Herz: Ist die Mutter aller Kino-Franchises nun endlich aus den Fängen ihres wahnsinnig gewordenen Schöpfers gerettet, damit sich die Visionäre einer neuen Generation daran austoben können – oder wurde sie zu einem jämmerlichen Dasein als Merchandise-Hure unter der Knute eines herzlosen Zuhälters verdammt, welcher sie nun jeden Winter auf die kalten Straßen schickt? Die letztjährige Episode VII war zwar ein großer Spaß, aber aus kreativer Sicht eben auch ein sehr konservativer Schritt. Als die Euphoriewelle neuen Materials voll mit wohlig-warmer Nostalgie über einen hinweggeschwemmt war, ärgerte man sich im Nachhinein über den Mangel an Mut zu neuen Ideen. Das Spinoff-Interquel (?) Rogue One startet zumindest konzeptuell mit jeder Menge Mut: Keine Jedi, keine Prophezeihungen, keine Space Opera mit Episodenzahl, sondern ein dreckiger Kriegsfilm über eine Bande Rebellen-Halunken soll es sein.

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Arrival

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Kommunikationsstudie von Denis Villeneuve.

2016 macht mir Angst. Angst, weil wir alle uns zunehmend auseinanderleben. Angst, weil wir uns in unsere Höhlen und Echokammern zurückziehen, statt miteinander zu reden. Angst, weil Populisten und Konzerne gelernt haben, die schiere Menge an wirren Signalen, mit denen wir tagtäglich bombadiert werden, für ihre Machenschaften zu instrumentalisieren. In seinen letzten Wochen schenkt uns dieses furchtbare Jahr einen Film, der eine weise Parabel von diesen Ängsten erzählt. Eine Parabel, die der Menschheit anno 2016 einen Spiegel vorhält, dessen Reflektionen mich noch Tage später heimsuchen. Und trotz all dieser Ängste ist Arrival eine Botschaft der Hoffnung. Außerdem SPACE ALIENS!

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