Blade Runner 2049

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Cyber-Meditation von Denis Villeneuve.

Eine Fortsetzung für Blade Runner (1982) klingt wie eine selten dämliche Idee. Das Original ist so ikonisch, dass es im Alleingang Look, Sound und Atmosphäre des Cyberpunk-Genres kodifiziert hat. Die gleichzeitig futuristisch-transhumanistische und urtümlich-biblische Fabel von Göttern, ihren Geschöpfen und den kaum vorhandenen Unterschied zwischen ihnen ist so zeitlos wie die genialen Bilder und sphärischen Klänge. Wenn sich also einer an einem Sequel versuchen sollte, dann muss es ein Genie mit großer Vision und noch größerer Botschaft sein. Glücklicherweise haben wir in Denis Villeneuve (Sicario, Arrival) solch ein Genie.

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Thor: Ragnarok

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Odinssöhne mit Laserkanonen von Taika Waititi.

Thor hätte der Sargnagel des Marvelversums werden können, noch bevor es so recht ins Rollen kam. Doch obwohl die ersten zwei Filme mit ihm in der Hauptrolle ihre Probleme hatten, retteten Chris Hemsworths sympathisches Charisma und das selbstironische Augenzwinkern die psychedelische Weirdness der Jack Kirby high tech Space Alien-Götter den MCU-Kanon. Und da Humor das Bindemittel zwischen nordischer Mythologie, Raumschiffen und den Avengers zu sein scheint, drückt man nun Kiwi-Regisseur Taika Waititi das Ruder in die Hand. Das Ergebnis sieht nicht nur aus wie ne geile Party in einer explodierenden Arcade-Halle, sondern ist auch eine wirklich gute Komödie, die sich traut, gleichzeitig doof zu sein und viel Herz zu haben.

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It

es

Grusel-Throwback von Andy Muschietti.

Es ist Spuktober! Und als ob da draußen nicht genug Horrorclowns rumrennen würden, kehrt Pennywise zurück. Stephen King hat mit Es den höchsten Thron jedes Popkultur-Autors erklommen: Er hat erreicht, dass seine und alle zukünftige Generationen niemals wieder einen Clown betrachten können, ohne dass er nicht ein klein wenig gruselig ist.
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Wie blöd ist The Dark Tower?

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Fantasy-Geballer von Nikolaj Arcel.

The Man in Black fled across the desert,
and the gunslinger followed.

So beginnt The Gunslinger, das erste Buch von Stephen Kings Dark Tower-Zyklus, welcher drei Jahrzehnte und die Gesamtheit seines kreativen Schaffens umspannt. Ein Satz, der mit meisterlicher Präzision Kopfkino vom Zerrbild eines Westerns heraufbeschwört. Diese cinematische Qualität des Turms machte ihn zum Heiligen Gral der King-Verfilmungen – bis heute. Doch Sony hat das Angesicht seines Vaters vergessen.

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Wie blöd ist Valerian?

valerian
Space-Pupskonzert von Luc Besson.

Die allerschlimmsten Filme sind nicht die Totalschäden, die ungewollt oder absichtlich schlechten, die so-bad-it’s-good-Kandidaten: Es sind die Filme, die mit tollen Ideen und unglaublichen Bildern um die Ecke kommen, nur um sie dann mit flammender Inkompetenz gegen die nächste Wand zu setzen. Valerian ist so ein Film. Die wunderschönen Trailer versprechen ein kunterbuntes Multiversum voller kosmischer Wunder, welches 20 Jahre nach Luc Bessons Das Fünfte Element eine noch größere Space Opera mit überschäumender Kreativität verspricht. Und irgendwie liefert das Endprodukt auch genau das – und findet dann einen Weg, all dies mit Blödheit zu versenken. So viel Blödheit, dass ich eine Liste machen muss, um meinen Frieden zu finden.

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Spider Man: Homecoming

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Teeniekomödie mit Superhelden von Jon Watts.

‚Homecoming‘ ist ein guter Titel für den neuen Spider Man. Zum einen geht es da um den Homecoming Dance, der den Tonwechsel vom Superhelden-Epos zur Schulhof-Komödie angibt. Und zum anderen feiert der Titel, dass die Spinne nach durchwachsenen Reboots und jahrelangen Rechtsstreitereien endlich zu Team Marvel heimkehren darf – für ein Abenteuer, dass für einen solchen Film ungewöhnlich menschlich, clever und komisch ist.

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The Thing

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Sci-Fi-Monster-Horror von John Carpenter.

Mein allerliebster Horrorfilm auf der ganzen Welt wird heute 35 Jahre alt – und ist trotz des langen Bartes noch immer um Faktor hundert spannender und gruseliger als das, was sich heute so jedes Jahr zu Halloween durch die Kinos spukt. Als Remake eines Horror-Klassikers von 1951 (der seinerseits eine Verfilmung der John W. Campbell-Novelle ‚Who Goes There?‘ war) steht The Thing in stolzer Tradition – und ist selbst wiederum Vorbild für eine Generation von Horror-Autoren und -Filmemachern. Heute werfen wir einen Blick zurück auf diesen kosmischen Schrecken im ewigen Eis.

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Wonder Woman

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Superheldinnenfilm von Patty Jenkins.

Auf den Schultern der Kriegerprinzessin von Themyscira lasten große Erwartungen: Sie muss nicht nur die Welt retten, sondern auch die Ehre des DC-Kinoversums nach einer Reihe kritisch verrissener Filme wiederherstellen. Und als ob das noch nicht genug wäre, soll sie auch noch eine Bresche in das Jungs-Baumhaus des modernen Superheldenfilms schlagen und beweisen, dass Frauen nicht nur mitspielen dürfen, sondern auf Augenhöhe mit all deinen Lieblings-Muskelmännern stehen. Doch sie ist eine Superheldin: Superhelden tun das Unmögliche und lassen es einfach aussehen.

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King Arthur: Legend of the Sword

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Sword & Sorcery-Action von Guy Ritchie.

Snatch-Regisseur Guy Ritchie hat eine Vergangenheit in der stylisch-unorthodoxen Adaption literarischer Legenden: Sein Sherlock Holmes war so schlau, dass er besonders gut Bösewichte vermöbeln konnte. Heute bringt er den Artus-Stoff ins Kino zurück, aber natürlich muss sein Arthur mindestens ein straßenschlauer Schlägertyp und buchstäblicher Pimp sein. Doch ist das vielleicht genau der frische Wind, den die komatöse Fantasy-Filmlandschaft braucht?

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Get Out

getout

Sozialkritische Horror-Mystery-Thriller-Komödie von Jordan Peele.

Da ich Jordan Peele bisher nur in seinen Sketch Comedy-Rollen als Präsident ObamaSexy Vampir oder Power Metal-Projekt mit Budget-Problemen kannte, war ich, wie der Rest der Welt wahrscheinlich auch, ganz schön irritiert, als er sich plötzlich als Autor und Regisseur für einen Gruselfilm versuchte. Der Trailer versprach aber einen bizarren, unheimlichen und lustigen Fingerzeig auf das Race Relations-Pulverfass – und das Ergebnis ist eine Reise in eine andere Haut, die einen erst hypnotisiert und dann gewaltsam wachrüttelt.

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