The Thing

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Sci-Fi-Monster-Horror von John Carpenter.

Mein allerliebster Horrorfilm auf der ganzen Welt wird heute 35 Jahre alt – und ist trotz des langen Bartes noch immer um Faktor hundert spannender und gruseliger als das, was sich heute so jedes Jahr zu Halloween durch die Kinos spukt. Als Remake eines Horror-Klassikers von 1951 (der seinerseits eine Verfilmung der John W. Campbell-Novelle ‚Who Goes There?‘ war) steht The Thing in stolzer Tradition – und ist selbst wiederum Vorbild für eine Generation von Horror-Autoren und -Filmemachern. Heute werfen wir einen Blick zurück auf diesen kosmischen Schrecken im ewigen Eis.

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American Gods

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Pantheon-Television von Bryan Fuller, Michael Green & Neil Gaiman.

Dass Neil Gaimans großartiger (und hier zuvor besprochener) Roman American Gods sich im TV-Format so großer Beliebtheit erfreut, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Immerhin haben ich und viele andere Jünger so jede Woche eine Stunde wertvoller Zeit auf dem Altar namens Amazon Prime geopfert, um den Einfluss der alten und neuen Götter durch kulturelle Teilhabe wachsen zu lassen. Dass der Großteil dieser Macht an die Götter von Fernsehen und Internet geht, die hier so wundervoll in Szene gesetzt werden, setzt die Serie in ein symbolträchtiges Konkurrenzverhältnis mit der altbackenen Buchvorlage. Wäre da nicht Göttervater Neil Gaiman, der noch immer seine Finger mit im großen Spiel hat…

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Wonder Woman

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Superheldinnenfilm von Patty Jenkins.

Auf den Schultern der Kriegerprinzessin von Themyscira lasten große Erwartungen: Sie muss nicht nur die Welt retten, sondern auch die Ehre des DC-Kinoversums nach einer Reihe kritisch verrissener Filme wiederherstellen. Und als ob das noch nicht genug wäre, soll sie auch noch eine Bresche in das Jungs-Baumhaus des modernen Superheldenfilms schlagen und beweisen, dass Frauen nicht nur mitspielen dürfen, sondern auf Augenhöhe mit all deinen Lieblings-Muskelmännern stehen. Doch sie ist eine Superheldin: Superhelden tun das Unmögliche und lassen es einfach aussehen.

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King Arthur: Legend of the Sword

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Sword & Sorcery-Action von Guy Ritchie.

Snatch-Regisseur Guy Ritchie hat eine Vergangenheit in der stylisch-unorthodoxen Adaption literarischer Legenden: Sein Sherlock Holmes war so schlau, dass er besonders gut Bösewichte vermöbeln konnte. Heute bringt er den Artus-Stoff ins Kino zurück, aber natürlich muss sein Arthur mindestens ein straßenschlauer Schlägertyp und buchstäblicher Pimp sein. Doch ist das vielleicht genau der frische Wind, den die komatöse Fantasy-Filmlandschaft braucht?

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Get Out

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Sozialkritische Horror-Mystery-Thriller-Komödie von Jordan Peele.

Da ich Jordan Peele bisher nur in seinen Sketch Comedy-Rollen als Präsident ObamaSexy Vampir oder Power Metal-Projekt mit Budget-Problemen kannte, war ich, wie der Rest der Welt wahrscheinlich auch, ganz schön irritiert, als er sich plötzlich als Autor und Regisseur für einen Gruselfilm versuchte. Der Trailer versprach aber einen bizarren, unheimlichen und lustigen Fingerzeig auf das Race Relations-Pulverfass – und das Ergebnis ist eine Reise in eine andere Haut, die einen erst hypnotisiert und dann gewaltsam wachrüttelt.

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Neil Gaiman: American Gods

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Mythologie-Americana von Neil Gaiman.

Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Während der Trailer zu Stephen Kings Dark Tower-Film-Adaption mich noch unsicher zweifeln lässt, wurde ich diese Woche mit der ersten Episode einer TV-Serie überrascht, die eines meiner absoluten Lieblingsbücher so selbstverständlich in angemessen abgefahrene Bilder und Töne übersetzt, dass es mir eine quietschende Freude ist. Die Rede ist von Neil Gaimans American Gods, die Episoden der Starz-Serie erscheinen ab jetzt wöchentlich für lau bei Amazon Prime. Wer noch nicht überzeugt ist, seinen Freunden einen Schritt voraus sein will oder sich nach der Pilotfolge fragt, was zur Hölle er da gerade gesehen hat, den möchte ich herzlich zu einem Blick ins Buch ermutigen. Denn während ich noch den Rest der Staffel vor einem definitiven Urteil abwarten möchte, kann ich ein solches schon über die Vorlage fällen: Sie ist sehr gut.

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Guardians of the Galaxy Vol. 2

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Actionkomödien-Weltraumspaß von James Gunn.

Guardians of the Galaxy war ein kleines Wunder von einem Film: Der exakte Moment, in dem die komplette kosmische Abgefahrenheit des intergalaktischen Marvel-Multiversums auch unter Normalsterblichen in einer Form einschlug, die mit nacktem Blick auf die Charakterkonzepte überhaupt kein Recht dazu hatte, so irre gut zu sein. Wenn wir als Zuschauer erstmal den Waschbär-Kopfgeldjäger mit Jetpack und Gatling-Laser und seinen Baum-Sidekick mit Wortschatz-Problematik akzeptiert haben, bleibt die Frage, wo wir diese nun familiär wirkenden Figuren noch hinsteuern können. Zum Glück ist der Angriffswinkel von Vol. 2 mutig, saukomisch und verblüffend emotional.

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Westworld

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SciFi-Western-Horror-Dystopie von Jonathan Nolan & Lisa Joy.

Michael Crichtons Vermächtnis ist eine lustig spezifische Art von Horror: Was wäre, wenn ein fantastischer Freizeitpark fürchterlich freidreht? Zweite Geige hinter dem deutlich bekannteren Jurassic Park spielte sein Roman Westworld, den er selbst (!) in den Siebzigern verfilmte. Hier sind es mörderische Cowboy-Animatronics, welche die Besucher jagen. Buch und Film bilden die lose Grundlage für diese neue HBO-Produktion, die den spaßigen Killerroboter-Thriller als existenzialistisches Drama voller halsbrecherischer Wendungen neu interpretiert.

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Community

community

Anti-Sitcom von Dan Harmon.

Am 1. April wurden wir im vielleicht besten Streich dieses Jahrtausends mit einer neuen Episode Rick and Morty gesegnet. Auch ein Jahr nach diesem Beitrag ist diese hässliche Zeichentrickserie noch immer mein Lieblings-Entertainment-Dings – und die Wartezeiten sind lang. Lang genug, um mal einen Blick zurück auf die andere große Errungenschaft von Autor Dan Harmon zu blicken, der bei Rick and Morty mit seinem rasend tragikomischen Talent für große Konzepte und clevere Ideen die pure kreative Anarchie von Justin Roiland ausbalanciert. Community ist nicht minder clever, lieferte sich aber harte Guerilla-Kriege mit den Netzwerken und ist kulturell unübersetzbar, weshalb dieses Comedy-Gold hierzulande nie so recht wertgeschätzt werden konnte.

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Logan

logan

Superhelden-Abgesang von James Mangold.

Dass der neue X-Men-Streifen kaum etwas mit den bunten Spektakeln der vergangenen Jahre zu tun hat, zeigt sich schon im ersten Bild: Da fällt der unverwundbare Übermensch halbtot und sturzbetrunken aus seinem Wagen und wird von einer Bande von Halbstarken vermöbelt. Als er sich zur Wehr setzt, ist er nicht mehr der kinderfreundliche Streiter für Gerechtigkeit: Seine Klingen, die er seit zwei Jahrzehnten immer nur verwischt am Bildrand oder zwischen Diskretions-Cuts einsetzte, zerreißen Fleisch und Knochen, zerteilen Gliedmaßen, durchbohren Köpfe von Kids, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Eine deutlichere Content-Warnung kann es nicht geben. Und doch ist dies nicht zynisches Exploitation-Kino für gewaltverrückte Teenager, sondern eine erwachsene Mär vom Altern und Scheitern.

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